Pferdeentwurmung inklusive Risiken und Nebenwirkungen

Wie man den Wurm los wird

Anthelminthika für Pferde dürfen nur nach vorheriger Diagnose durch den Tierarzt abgegeben werden. Dieses Vorgehen ist die Voraussetzung einer evidenzbasierten Therapie und dient der Verminderung möglicher Risiken für Mensch, Tier und Umwelt, die mit der Verwendung von Anthelminthika bei Tieren verbunden sind.

Ataxie nach Arzneimittelgabe? Dies könnte eine Nebenwirkung sein. | © Adobe Stock/Grubärin

Pferde werden hierzulande in mannigfaltigen Haltungssystemen (z. B. in Paddock- oder Stallhaltung mit oder ohne Weidegang, in konstanten oder wechselnden Gruppen) und zu unterschiedlichen Zwecken (z. B. Freizeit, Zucht, Renn- oder Turniersport) gehalten. Sie sind verschiedenen Alters, Geschlechts und von vielfältigen Rassen. All dies bedingt zum einen ein unterschiedlich hohes Risiko für das Pferd, eine Wurminfektion zu erwerben, und zum zweiten eine individuell hohe oder geringe Empfindlichkeit hinsichtlich der Entwicklung klinischer Symptome aufgrund einer Wurminfektion. Hinzu kommt, dass Pferde von einer Vielzahl verschiedener Helminthenspezies befallen werden können, und die pathogenen Eigenschaften und damit die Behandlungswürdigkeit dieser Parasiten sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Da sich die meisten Pferde im Laufe ihres Lebens immer wieder neu mit Würmern anstecken können, werden sie häufig und regelmäßig mit Anthelminthika behandelt, damit sie keine Krankheitserscheinungen entwickeln.

 

Entnommen aus DTBl 1/2020