Vorsicht vor Fälschungen von Tierarzneimitteln

Bisher waren Fälschungen im Bereich Tierarzneimittel – anders als bei Humanarzneimitteln – sehr selten. Jetzt kommt es nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auch bei Tierarzneimitteln gelegentlich zu Meldungen über gefälschte Produkte auf dem Markt.

Misstrauisch sollte man werden, wenn die Verpackung und/oder das Arzneimittel anders aussehen als beim bekannten Original.

Daher empfiehlt das BVL Tierhaltern, Tierarzneimittel nur direkt beim behandelnden Tierarzt, in der Apotheke oder über eine zertifizierte Onlineapotheke zu beziehen.

Auch für den Onlinekauf gilt: Tierarzneimittel, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, dürfen nur nach Vorlage eines vom Tierarzt ausgestellten Rezeptes über das Internet gekauft werden, egal in welchem Land die Internetseite betrieben wird!

Besteht bei Tierarzneimitteln, die im Internet gekauft wurden, der Verdacht, dass es sich um eine Fälschung handelt, sollten die entsprechende Firma oder die zuständige Landesbehörde informiert werden. Bei der Suche nach den richtigen Kontaktdaten kann das BVL weiterhelfen (317@bvl.bund.de).

Fälschungen können anders zusammengesetzt sein als das Originalprodukt, z. B. zu wenig oder keinen Wirkstoff enthalten und somit unwirksam sein. Misstrauisch sollte man werden, wenn die Verpackung und/oder das Arzneimittel anders aussehen als beim bekannten Original. So kann z. B. die Beschriftung nicht in deutscher Sprache sein, die Verpackung kann ungewöhnliche Aufkleber tragen oder das Produkt wird ohne Umverpackung veräußert. Bei verdächtig günstiger Ware oder dubiosen Internetadressen sollte man von einem Kauf lieber absehen.

 

Entnommen aus DTBl 9/2019