VmF fordert Corona-Sonderbonus auch für MFA, TFA und ZFA

Die Mitglieder der 26. Bundeshauptversammlung des Verbands medizinischer Fachberufe e. V. (VmF) haben in einer Resolution gefordert, die besonderen Leistungen von Mitarbeitenden in Arzt-, Tierarzt- und Zahnarztpraxen während der Coronapandemie ebenfalls mit einem angemessenen finanziellen Bonus zu würdigen.

Neubewertung der systemrelevanten Tätigkeiten im Gesundheitswesen nicht nur für den Bereich der Alten- und Krankenpflege

Dieser sei aus Steuermitteln zu finanzieren. Die Diskussion um den Sonderbonus und die Neubewertung der systemrelevanten Tätigkeiten dürfe im Gesundheitswesen nicht nur den Bereich der Alten- und Krankenpflege abdecken.

Medizinische Fachangestellte (MFA) waren während der ersten Welle der Coronapandemie im Schutzschild vor den Kliniken und durch den Mangel an Schutzausrüstung besonders gefährdet und belastet. Denn im ambulanten Bereich wurden sechs von sieben COVID-19-Patienten versorgt. Auch die zahnärztliche Versorgung und Betreuung der Patienten konnte in dieser Zeit nur durch die zuverlässige und verantwortungsvolle Mitarbeit der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) aufrechterhalten werden. Einen ebenso wichtigen Beitrag haben die Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) geleistet, um die tiermedizinische Versorgung zu gewährleisten. Laut einer VmF-Umfrage ist seit Beginn der Coronapandemie der Stress bei TFAs besonders angestiegen. Dies v. a. aufgrund eines erhöhten Patientenaufkommens, da Tierbesitzer offenbar mehr Zeit hatten, sich um ihre Haustiere zu kümmern. Aber auch die Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen trugen ihren Teil zum Stress bei.

Für all diese im Niedriglohnbereich tätigen Berufsangehörigen wäre ein Bonus ein erstes Achtungszeichen für eine bessere Wertschätzung. Um die Beschäftigten in Arzt-, Tierarzt- und Zahnarztpraxen nicht weiter von der allgemeinen Lohnentwicklung abzukoppeln, sei es außerdem dringend erforderlich, die erzielten Tarifsteigerungen in diesen Bereichen analog den Pflegekräften gegenzufinanzieren.

 

Entnommen aus DTBl 8/2019