Verschiedenes

Das kostenlose Informationsportal www.aquakulturinfo.de ist jetzt vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) überarbeitet worden.

Informationsportal zur Aquakultur mit neuem Auftritt

Wie die Forschungseinrichtung mitteilte, wurden wichtige Inhalte ergänzt und die Navigation deutlich verbessert. Mit dem forschungsbasierten Informationsportal wolle man die persönliche Meinungsfindung und die öffentliche Diskussion über Aquakultur unterstützen, erklärte Dr. Fabian Schäfer, der beim IGB für die redaktionelle Betreuung zuständig ist. Ziel sei es, Wissenslücken zu schließen, konkrete Konflikte zu benennen und über Mythen aufzuklären. Nach Angaben des Instituts können sich Verbraucher, Handel, Verbände, Industrie und Politik auf der Webseite mit objektiven und wissenschaftlich fundierten Informationen zu Themen wie Tierschutz, Tiergesundheit, Haltung, Produktqualität und wichtige Kulturarten versorgen. Häufig werde übersehen, dass es „die eine“ Aquakultur nicht gebe. Vielmehr existierten sehr unterschiedliche Formen der kontrollierten Erzeugung von Fischen, Krebstieren, Muscheln oder Algen.

AgE

Übergangsregelung für Umstellung von Registrierkassen

Für die Umstellung von Registrierkassen auf eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung bekommt die Wirtschaft mehr Zeit. Wie das bayerische Finanzministerium mitteilte, verständigte sich nun die Finanzverwaltung auf Bund-Länder-Ebene auf eine zeitlich befristete Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30.09.2020.

Nach einer bundesgesetzlichen Regelung müssten vom 01.01.2020 an alle bereits in Gebrauch stehenden Registrierkassen durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt werden. Diese werde bis zum Jahresbeginn aber voraussichtlich noch nicht flächendeckend am Markt verfügbar sein. Die Übergangsfrist sei „dringend notwendig“, denn sie verschaffe Luft für praxistaugliche Lösungen. Nunmehr müsse mit Nachdruck daran gearbeitet werden, die technischen Sicherheitseinrichtungen schnellstmöglich auf den Markt zu bringen.

AgE/KK

Behindertenverbände fordern ein Assistenzhundgesetz

Obwohl Assistenzhunde für viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen unersetzlich sind, gibt es keine gesetzliche Grundlage für ihre Ausbildung, Haltung und Finanzierung. Der Verein Hunde für Handicaps e. V. hat gemeinsam mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, Pfotenpiloten und Vita daher nun ein Eckpunktepapier erarbeitet. Darin wird unter Berufung auf die UN-Behindertenrechtskonvention ein Gesetz gefordert, das den Einsatz von Assistenzhunden regelt. Das Eckpunktepapier steht zum Download bereit unter: www.hundefuerhandicaps.de/seiten/167-gesetzliche_regelung.

26 weitere Verbände, die die Interessen behinderter Menschen vertreten, sowie die Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT), haben das Eckpunktepapier unterzeichnet. Die Unterzeichnenden fordern, dass der Begriff „Assistenzhund“ endlich mit bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards und einer verbindlichen Zertifizierung definiert wird. Außerdem sollen Zugangs- und Mitnahmerechte zu öffentlichen Einrichtungen verbindlich geregelt werden. Ein wichtiger Punkt ist auch die Finanzierung von Ausbildung und Haltung der Hunde, die öffentliche Kostenträger bislang nicht unterstützen. Nicht zuletzt fordern die Unterzeichner, Assistenzhundhalter und ihre Interessenvertreter bei der Entwicklung der gesetzlichen Regelungen einzubinden.

Das Eckpunktepapier ist den zuständigen Politikern übergeben worden. Die politischen Entscheidungsträger im Bund und den Ländern sind aufgerufen, schnellstmöglich Regelungen zu schaffen, die die Ausbildung, den Einsatz und die Finanzierung von Assistenzhunden sicherstellen und die diskriminierungsfreie Nutzung der tierischen Assistenz gewährleisten.

Hunde für Handicaps e. V./KK

 

Entnommen aus DTBl 11/2019