Tollwutfall in Bremen gemeldet

Dem Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen wurde auf Grundlage eines Schnelltests der Verdacht auf einen Tollwutfall gemeldet.

Foto: Rosenzweig, CC BY SA 3.0

Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, sei der betroffene Hundewelpe, der im Ausland gekauft wurde, in einer Tierklinik im niedersächsischen Umland gestorben. Ergebnisse der amtlichen Untersuchung, die den ersten Test bestätigt, stünden noch aus. Seit 15 Jahren sei das der erste Tollwutfall bei einem Tier in Deutschland.

Bei einer Befragung durch das Amt habe sich ergeben, dass der Welpe am 02.09.2021 „vermutlich rechtswidrig“ aus Südosteuropa eingeführt worden sei. Die Gesundheitsbehörde teilte mit, dass weder bei der Einfuhr noch in Bremen Kontakte zu weiteren Tieren bestanden. Informationen, ob noch andere Hunde aus dem Wurf nach Deutschland eingeführt wurden, gebe es derzeit nicht.

Die Bremer Behörden haben umgehend damit begonnen, sämtliche Menschen zu ermitteln, die Kontakt zu dem Welpen hatten (Kontakte im familiären Umfeld, in einer Bremer Tierarztpraxis sowie in der niedersächsischen Tierklinik). Bislang lägen keine positiven Tollwutbefunde bei Kontaktpersonen vor. Da Ansteckungen im engen Umfeld des Welpen nicht auszuschließen sind, bereite man sich jetzt darauf vor, solche Fälle sofort zu erkennen und auch zu behandeln. Über die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung seien die Arztpraxen über die Lage in Kenntnis gesetzt worden. Kliniken sowie Notfallärzt:innen wurden ebenfalls informiert und auf die „mögliche Versorgung von Patient:innen mit Tollwut vorbereitet“, teilte die Behörde mit. Im Gesundheitsressort und dem Gesundheitsamt wurden Krisenteams eingerichtet sowie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und das Robert Koch-Institut (RKI) informiert.

 

Entnommen aus DTBl 10/2021