Fluggesellschaften ändern ihre Frachtbestimmungen

Todesgefahr: Brachyzephale Hunde und Katzen dürfen nicht mehr mitfliegen

Aktuelle Todesfälle von Bulldogge, Boxer & Co. im Frachtraum von Flugzeugen haben nun zu drastischen Konsequenzen geführt. Ähnlich wie viele andere internationale Fluggesellschaften hat auch die Lufthansa jetzt ihre No-Fly-Liste verlängert: Hunde und Katzen der brachyzephalen Rassen dürfen nicht mehr in den Frachtraum. Sie dürfen auch nur unter bestimmten Bedingungen überhaupt noch mitfliegen.

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Auf der Lufthansa-Homepage heißt es: „Hunde und Katzen, die zu den stumpfnasigen Rassen gehören, haben anatomisch bedingt verengte Luftwege und damit einhergehend Atemnot. Der durch den Transport verursachte Stress oder hohe Temperaturen am Abflug-, Transfer- oder Zielflughafen können zu Kreislaufproblemen und damit verstärkter Atemnot führen. Ihr Tier kann dadurch ernsthafte gesundheitliche Schäden erleiden oder sogar während der Reise versterben. Lufthansa schließt daher den Transport dieser Rassen im Frachtraum von Passagierflugzeugen ab dem 01. Januar 2020 aus.“ [1]

In die Kabine dürfen Mops, Bully, Perserkatze & Co. jedoch nur, wenn sie mit Transportbehältnis nicht über 8 kg wiegen und damit eine Größe von 55 × 40 × 23 cm nicht überschreiten. Gleichzeitig befördere man nach Angabe von Lufthansa Cargo stumpfnasige Tiere als betreute Luftfracht nur, wenn die Außentemperatur an Abflug- und Zielort weniger als 27° C beträgt. Ein absolutes Flugverbot gebe es aber nicht für die betroffenen Tierrassen. So könnten diese beispielsweise mit Lufthansa Cargo im Einzelfall, betreut von speziell geschultem Personal, zwar transportiert werden, aber nur unter strikten Auflagen, deutlichem Hinweis auf das Transportrisiko, einem Haftungsausschluss sowie verbunden mit deutlich höheren Kosten.

 

Entnommen aus DTBl 4/2020