Tiertransporte: Es muss endlich gehandelt werden!

Anfang Juli wandte sich die Bundestierärztekammer (BTK) mit einem Schreiben an die tierschutz- und agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen, um auf die weiterhin eklatanten Missstände bei Tiertransporten und die schwierige Situation der abfertigenden Vor-Ort-Behörden aufmerksam zu machen.

© U. Eberhardt

Darin werden die Politiker aufgerufen, sich dafür einzusetzen, dass Tiertransporte endlich tierschutzgerecht durchgeführt und, wo das nicht möglich ist, rechtssicher untersagt werden können und müssen.

Die BTK fordert, Langzeittransporte in Drittländer, aber auch innergemeinschaftliche Langzeittransporte von Tieren, insbesondere von Tieren mit besonders hohen Pflegeanforderungen, nur auf vorab von einer unabhängigen Stelle tierschutzfachlich geprüfte Transportrouten zuzulassen. Abgesehen von dieser dringlichen Sofortmaßnahme sollten Schlachttiertransporte EU-weit auf maximal 8 Stunden Transportzeit ohne Verlängerungsmöglichkeit beschränkt (Grundsatz: Transport von Fleisch statt lebender Tiere) und der Transport von Zucht- und Nutztieren perspektivisch durch geeignete andere Maßnahmen, z. B. den Versand von Sperma oder Embryonen, ersetzt werden.

 

Entnommen aus DTBl 8/2019