StIKo Vet zur Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus

Kürzlich hat die Ständige Impfkommission Veterinär (StIKo Vet) auf ihrer Homepage eine aktualisierte Kurzmitteilung zur Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus (WNV) veröffentlicht.

© StIKo Vet

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr geringfügig niedrigere Fallzahlen an WNV-Infektionen bei Vögeln und Pferden verzeichnet als im Vorjahr, allerdings zeigte sich weiterhin eine sukzessive Ausbreitungstendenz des Virus. 2020 sind insgesamt über 60 infizierte Vögel und 22 Ausbrüche bei Pferden festgestellt worden. Vier Pferde mussten aufgrund der Infektion eingeschläfert werden. Betroffen sind nach wie vor hauptsächlich die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Berlin/Brandenburg. Drei Ausbrüche wurden auch in Thüringen festgestellt und ein Fall trat im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen auf (s. Karte). Das Virus zeigt damit einen langsamen, aber anhaltenden Trend sich weiter auszubreiten. Aus diesem Grund empfiehlt die StIKo Vet auch in diesem Jahr die Impfung von Pferden gegen das WNV in den bisherigen Verbreitungsgebieten in Mitteldeutschland und den angrenzenden Regionen. Die Impfung sollte rechtzeitig vor Beginn der Mückensaison durchgeführt werden. WNV-infizierte Pferde bilden 4 bis 6 Wochen nach Infektion hohe, schützende Antikörperspiegel; eine Impfung unmittelbar nach der Infektion ist daher nicht erforderlich oder sinnvoll.

 

Entnommen aus DTBl 4/2021