Stellungnahme zur guten Impfpraxis in der Veterinärmedizin

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) hat eine Stellungnahme zur „guten Impfpraxis“ mit besonderem Augenmerk auf Kleintiere und Pferde veröffentlicht.

Argumentationshilfe für die berechtigten Forderungen der Tierärzte

Darin fasst die Kommission z. B. die ideale Vorgehensweise in Bezug auf Tierhalteraufklärung, Lagerung der Impfstoffe und Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen zusammen. Es werden u. a. Hinweise zum Kanülenwechsel, zur rechtlichen Bedeutung der Eintragungen in den Impfdokumenten sowie zur Vorgehensweise bei Abweichungen vom empfohlenen Impfschema und bei Produktwechsel gegeben. Erläutert wird, wann eine erneute Grundimmunisierung erforderlich ist und wann nicht.

Ausführlich dargelegt hat die StIKo Vet, wie die klinische Allgemeinuntersuchung bei der Feststellung der Impffähigkeit durchgeführt werden sollte: Ausdrücklich verlangt werden z. B. die Auskultation der Lunge, die Messung der Körpertemperatur, die Palpation äußerlich zugänglicher Lymphknoten und die Adspektion der Schleimhäute sowie der Körperöffnungen.

Manche Patientenbesitzer halten die von Tierärzten für Impfungen erhobenen Gebühren für überhöht. Diese Empfehlungen der StIKo Vet, zu finden unter www.stiko-vet.de, mögen den Tierärzten als Argumentationshilfe für ihre berechtigten Forderungen dienen.

 

Entnommen aus DTBl 11/2018