Analyse der Nebenwirkungsmeldungen aus den Jahren 2016 und 2017

Pharmakovigilanzreport Tierimpfstoffe

Dieser Bericht fasst die in den Jahren 2016 und 2017 eingegangenen Meldungen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Anwendung von immunologischen Arzneimitteln in Deutschland zusammen.

Verteilung der Meldungen an das PEI und an die Zulassungsinhaber zu den einzelnen Tierarten | © PEI

Den direkten Informationsweg zum Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nutzen fast 15 Prozent der Meldenden, wobei Meldungen von Nebenwirkungen bei Hund, Katze, Pferd und Kaninchen deutlich im Vordergrund stehen. Die Mehrzahl der Meldungen (ca. 83 Prozent) gelangt vom Tierarzt zu den Zulassungsinhabern. Hier ist ein deutlich höherer Anteil von Meldungen zu landwirtschaftlichen Nutztieren zu verzeichnen (Abb.).

Während für die Zulassungsinhaber der elektronische Meldeweg zum PEI obligatorisch ist, nutzen erfreulicherweise immer mehr Tierarztpraxen das Online-Meldeformular im Internet (www.vet-uaw.de). Weitere Berichte erreichen das PEI über die Bundestierärztekammer (BTK), das Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Eine UAW-Meldung kann auch den Verdacht auf eine mangelhafte Wirksamkeit beinhalten. Ferner werden Reaktionen beim Menschen infolge eines versehentlichen Kontaktes mit Tierimpfstoffen erfasst.

 

Entnommen aus DTBl 9/2019