Spontanmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen in Deutschland

Pharmakovigilanzreport: Tierarzneimittel 2016

Unerwünschte Wirkungen von Tierarzneimitteln nach Anwendung am Tier oder Menschen bzw. nach Anwendung von Humanarzneimitteln am Tier sind dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu melden. Das Meldeverhalten und die Meldungen aus dem Jahr 2016 sind hier zusammengefasst.

Abb. 1: Anzahl der gesamten UAW-Meldungen aus Deutschland (hellgrün) und dem Ausland (dunkelgrün) von 2011–2016.

In Deutschland obliegt die Zulassung von Tierarzneimitteln, im Rahmen derer die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von beantragten Präparaten geprüft wird, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Bekanntermaßen wird die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln und Tierarzneimitteln vor ihrer Zulassung in klinischen Studien geprüft. Die Anzahl der in diesen Studien beobachteten Individuen ist allerdings zu gering, um mögliche seltene oder sehr seltene unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAWs) festzustellen. Auch Wechselwirkungen können, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt evaluiert werden. Die Erfassung und Auswertung von unerwarteten Ereignissen bei der Anwendung von Tierarzneimitteln nach ihrer Zulassung stellt daher ein wichtiges Instrument zur Gewährleistung der Tierarzneimittelsicherheit dar.

 

Entnommen aus DTBl 9/2018