Parasitenbefall bei kleinen Wiederkäuern – Studienteilnehmer gesucht

Weideparasiten können in der Haltung kleiner Wiederkäuer die Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit ernsthaft gefährden.

Ziegenherde auf einer Straße in Griechenland

Zunehmende Anthelminthikaresistenzen erschweren die Bekämpfung gastrointestinaler Nematoden und erfordern neue Ansätze des Parasitenmanagements. Die Ausbreitung neuer Parasitenarten, wie des Pansenegels, stellen die Weidehaltung zusätzlich vor neue Herausforderungen.

An der Klinik für Wiederkäuer der Ludwig-Maximilians-Universität München werden in zwei Dissertationsprojekten derzeit bundesweit die Wirksamkeit durchgeführter anthelminthischer Behandlungen sowie exemplarisch in Bayern und Niedersachsen die Prävalenz von Pansenegeln in Kleinwiederkäuerbeständen untersucht. An den Studien teilnehmen können Herden aus allen Bundesländern mit mind. 15 Schafen oder Ziegen (älter 3 Monate) mit Weidegang. Es werden pro Herde drei Sammelkotproben von je fünf Tieren auf Magen-Darm-Strongylideneier und ggf. Haemonchus contortus untersucht. Ab > 200 EpG können, bei Durchführung einer Behandlung, nach 10 bis 14 Tagen erneut Proben zur Wirksamkeitskontrolle eingesandt werden. Behandlungsentscheidungen und die Auswahl der Anthelminthika bleiben in der Hand des Haustierarztes. Einsendungen aus Bayern und Niedersachsen werden zusätzlich auf Leber- und Pansenegel untersucht.

Die Teilnahme ist kostenlos! Bei Interesse erhalten Sie Probenpaket(e) mit allen benötigten Utensilien inkl. kostenlosem Rücksendeetikett. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden Ihnen selbstverständlich mitgeteilt. Eine Probeneinsendung ist bis Ende 2020 möglich.

Kontakt: Uta Alstedt, Maximilian Geiger, mds-studie@gmx.de, Mobil +49 151 53274439

 

Entnommen aus DTBl 5/2020