Neuordnung des Tierzuchtrechts

Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Neuordnung des Tierzuchtrechts zugestimmt. Ziel ist es u. a., die Regelungen zur Abgabe von Tiersperma zu flexibilisieren.

Gefriersperma | © by Uwemuell – Own work, CC BY-SA 3.0

So soll auch sachkundigem Personal unter der Aufsicht von Tierärzten, Fachagrarwirten oder Besamungsbeauftragten die Gewinnung von Sperma zur Abgabe im Auftrag einer Besamungsstation ermöglicht werden. Zudem können Betriebe, die Samen nur für den innerbetrieblichen Einsatz gewinnen, diese Praxis fortführen. Für Betreiber von Besamungsstationen und Embryoentnahmeeinheiten werden die Dokumentationsvorschriften auf Vernichtungen ausgeweitet, um die amtliche Kontrolle zu erleichtern und Voraussetzungen für konkretere Vorschriften in der Verordnung über Tierzucht zu schaffen. Mit der Novelle wird das deutsche Tierzuchtrecht in Einklang mit den geänderten EU-rechtlichen Rahmenbedingungen gebracht; zugleich werden Vorgaben der europäischen Tierzuchtverordnung konkretisiert und in nationales Recht umgesetzt. Insbesondere wird die bisherige Anerkennung von Zuchtorganisationen an die in der Brüsseler Tierzuchtverordnung vorgegebenen Verfahren angepasst.

 

Entnommen aus DTBl 2/2019