Aktivitäten von Tierärzte ohne Grenzen e. V. im südlichen Äthiopien

Milzbrandbekämpfung in South Omo

Wenn Tiere Leben bedeuten – unter diesem Motto engagieren sich Tierärzte ohne Grenzen e. V. in Ostafrika für Menschen, die von der Nutztierhaltung leben. Ihnen eine stabile Existenz zu sichern, ist das Ziel der Organisation, die Projekte in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in Kenia, Äthiopien, Somalia sowie im Sudan und Südsudan durchführt. Dies ist der Bericht einer Projektreise im südlichen Äthiopien.

Bacillus anthracis | © Wikipedia

Der starke und wohlschmeckende äthiopische Kaffee brachte uns, mit oder ohne Zucker, auf unserer Reise jeden Morgen in unserem Landesbüro in Addis Ababa auf Vordermann. Nicht nur auf dem äthiopischen Land, sondern auch in dieser Millionenstadt leben Menschen und Tiere eng zusammen. So kommt es, dass mitten im Stadtkern eine Eselherde auf einer vierspurigen Straße am Straßenverkehr teilnimmt oder hier und da neben einem Kiosk, der Kaugummis, Besen, Seife und Autositze verkauft, in aller Ruhe eine Ziege nach Essbarem sucht.

Die neu bezogenen Räumlichkeiten in der Hauptstadt teilen wir mit unseren Partnern von Vétérinaires sans Frontières Suisse. So entsteht schon auf dem Korridor ein fachlicher und freundschaftlicher Austausch zwischen den Partnerorganisationen. Am zweiten Tag in Addis Ababa folgten wir – unser Landesdirektor Genene Regassa, Christian Griebenow, Geschäftsführer, und Antonia Braus, Referentin für internationale Tiergesundheit und Pastoralismus – einer Einladung der deutschen Botschaft in Addis Ababa. Hier trafen wir Hanspeter Schwär, Leiter der Abteilung für Entwicklungszusammenarbeit, und tauschten uns über Projektaktivitäten und zur aktuellen politischen Landessituation aus.

 

Entnommen aus DTBl 8/2018