Rezension

Lorenzo Ressel: Zytologie bei Hund und Katze. Atlas der morphologischen Zellbestimung

Verlag Laboklin 2021, 192 S., 180 farbige Abb., ISBN: 978-3-9823273-0-3, 55,95 € (erhältlich bei info@laboklin.de) oder im Buchhandel

Selbst wenn man in der Praxis nicht regelmäßig mikroskopiert, ist der „Ressel“ auf jeden Fall ein „Must-have“.

2017 ist die Erstausgabe des „Ressel“ in Italienisch erschienen und nun von Corinna Hohloch und Julia Schultz ins Deutsche übersetzt worden.

Der Ressel ist eine prima Hilfestellung für alle, die in der täglichen Praxis das Mikroskop im Einsatz haben. Gegliedert ist das Buch in sieben Kapitel. Zunächst wird im ersten Kapitel auf die Morphologie, den Zellursprung und die Zellinteraktionen eingegangen. Im zweiten, sehr kurzen Kapitel auf das Vorkommen in Geweben und Organen. Das dritte Kapitel ist das umfangreichste des Buchs. Alphabetisch geordnet werden die verschiedenen Zelltypen besprochen. Auf jeder Seite finden sich zwei Abbildungen: Das mikroskopische Bild neben der schematischen Darstellung und darunter wird der Zelltyp besprochen (Eigenschaften und biologische Funktion, Form und Größe, Vorkommen etc). Alle Zelltypen werden nach dem gleichen Schema aufgearbeitet, was für den Leser sehr übersichtlich ist. In den Kapiteln vier bis sieben erläutern die Autoren die Zellanordnungen, den Hintergrund von mikroskopischen Präparaten, Abweichung der Zellmorphologie und schließlich den visuellen Index (Zellreihen).

Selbst wenn man in der Praxis nicht regelmäßig mikroskopiert, ist der „Ressel“ auf jeden Fall ein „Must-have“. Er bietet eine enorme Hilfestellung bei allen Fragen um die Zytologie und ist spannend wie ein Krimi.

Wussten sie, was Emperipolese ist? Die Antwort finden sie auf Seite 179. Diese und weitere spannende Fragen klärt dieses Buch, was nach Meinung der Rezensentin unbedingt einen Platz neben ihrem Mikroskop bekommen sollte.

 

Entnommen aus DTBl 8/2021