Leitlinien Tierschutz im Pferdesport überarbeitet

Im Oktober wurden die überarbeiteten Leitlinien „Tierschutz im Pferdesport, zu Umgang mit und Nutzung von Pferden unter Tierschutzgesichtspunkten“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlicht.

Die Leitlinien sollen den Behörden als Orientierungs- und Auslegungshilfe bei der Anwendung der allgemeinen Regelungen des Tierschutzgesetzes dienen.

Sie lösen damit die Vorgängerleitlinien aus dem Jahr 1992 ab. Die nun geltenden Leitlinien wurden insbesondere in den Bereichen Haltungsbedingungen für Jungpferde in der Ausbildung, Mindestalter beim Ausbildungsbeginn, Mindestalter beim Ersteinsatz in Wettbewerben oder ähnlichen Veranstaltungen, Haltungsbedingungen bei Wettbewerben oder ähnlichen Veranstaltungen sowie dem Verbot der sogenannten Rollkur aktualisiert. An dem Überarbeitungsprozesses waren Pferdesport- und Tierschutzverbände, die Länder, tierärztliche Verbände, darunter auch die Bundestierärztekammer, sowie Vertreter der Wissenschaft beteiligt. Die Leitlinien sollen den Behörden als Orientierungs- und Auslegungshilfe bei der Anwendung der allgemeinen Regelungen des Tierschutzgesetzes dienen. Auch sollen sie Personen, die häufig mit Pferden Umgang haben, bei der Entscheidung unterstützen, ob eine Nutzung von Pferden den Vorschriften dieses Gesetzes entspricht.

 

Entnommen aus DTBl 11/2020