Lebensqualität bei Hunden und Katzen

Die Frage nach Lebensqualität anstelle von Lebensquantität hat auch in der Veterinärmedizin Einzug erhalten.

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Tierbesitzer setzen immer mehr auf eine kürzere Lebenszeit mit mehr Lebensqualität, anstatt auf mehr Tage in schlechter Verfassung, und letztendlich steht, bewusst oder unbewusst, eine gute Lebensqualität als Behandlungsziel an oberster Stelle.

Nicht selten hört man jedoch, dass die Einschätzung von Tierärzten und Tierbesitzern hinsichtlich der Lebensqualität eines Tieres differieren und dadurch unterschiedliche Einstellungen zu Behandlungsfragen bestehen oder verschiedene Meinungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer Euthanasie aufeinandertreffen.

In einem Promotionsprojekt wird die Messbarkeit von Lebensqualität erforscht. Hierbei soll u. a. untersucht werden, ob und wie weit die Auffassungen über Lebensqualität zwischen Tierbesitzern und Tierärzten auseinandergehen. Um einen deutschlandweiten Querschnitt abzubilden, findet die Befragung als Online-Umfrage statt. In dieser haben Tierärzte, Tierbesitzer sowie Tiermedizinische Fachangestellte und Tierpfleger die Möglichkeit, ihre Einschätzungen zu bestehenden Annahmen abzugeben und individuell mitzuteilen, welche Aspekte sie für die Lebensqualität von Hunden und Katzen für relevant halten.

Gehen Sie auf lebensqualitaet-hund-katze.de oder scannen Sie den QR-Code und helfen Sie mit, den breiten Erfahrungsschatz in die Forschung einfließen zu lassen. Die Teilnahme an der Umfrage nimmt ca. 9 Minuten in Anspruch und ist von jedem gängigen Gerät mit Internetzugang zu absolvieren.

Für Rückfragen oder Anmerkungen kontaktieren Sie bitte Tierärztin Friederike Rhein, Professur für Versuchstierkunde und Tierschutz mit dem Schwerpunkt Refinement nach dem 3R-Prinzip, Klinikum Veterinärmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, Frankfurter Straße 110, 35392 Gießen, friederike.f.rhein@vetmed.uni-giessen.de

 

Entnommen aus DTBl 12/2020