Auswertung bekannt gewordener Fälle aus dem Jahr 2020

Illegaler Heimtierhandel in Deutschland

Der Deutsche Tierschutzbund wertet jährlich die Fälle von illegalem Tierhandel aus, die ihm bekannt werden. Die Auswertung der Fälle für das Jahr 2020 ist hier kurz zusammengefasst.

Abb. 1: Hundewelpen in zu kleinen Boxen aus einem illegalen Transport 2020. | © Andreas Brucker

Der illegale Handel mit Heimtieren stellt seit vielen Jahren ein massives Problem dar. Neben den dadurch entstehenden erheblichen Tierschutzproblemen werden Tierheime, die beschlagnahmte Tiere aufnehmen und versorgen, vor große finanzielle Herausforderungen gestellt und geraten häufig an ihre Kapazitätsgrenzen. Wissenschaftliche Auswertungen zum illegalen Heimtierhandel existieren kaum. Aber der Deutsche Tierschutzbund wertet jedes Jahr alle Fälle von illegalem Tierhandel in Deutschland aus, die ihm auf der Basis von Medienberichten und den Meldungen betroffener Tierheime bekannt werden.

Das Jahr 2020 war geprägt von der SARS-CoV-2-Pandemie mit zwei nationalen Lockdowns, die das Leben vieler Menschen eingeschränkt hat. So führte das Bedürfnis des Menschen nach Nähe und die durch Lockdown und Homeoffice frei gewordene Zeit zur Erfüllung des langersehnten Traums nach einem Haustier. Die extreme Nachfrage nach Haustieren haben verschiedene Institutionen mit großer Sorge beobachtet. Die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime berichteten über eine enorm gestiegene Nachfrage insbesondere nach Katzen und Hunden. Hundezüchter deutschlandweit meldeten eine hohe und nicht zu deckende Nachfrage nach Rassehundewelpen. Findefix, das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbunds, verzeichnete für das Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr 15 Prozent mehr Registrierungen von Haustieren.

Die folgende Auswertung zeigt die Auswirkungen der Pandemie auf den illegalen Welpenhandel im Jahr 2020.

 

Entnommen aus DTBl 10/2021