Deutschlandweite Umfrage

Geschlechterspezifische Chancen und Herausforderungen in der Tiermedizin

Die Veterinärmedizin unterliegt einer Feminisierung. Der Frauenanteil unter den Studierenden der Tiermedizin beträgt momentan 84 Prozent und der Anteil unter den berufstätigen Kolleginnen steigt weiter an.

Die Veterinärmedizin unterliegt einer Feminisierung. Der Frauenanteil unter den Studierenden der Tiermedizin beträgt momentan 84 Prozent und der Anteil unter den berufstätigen Kolleginnen steigt weiter an. Trotz des hohen Frauenanteils ist die Tiermedizin immer noch in männlich geprägten Strukturen organisiert, in denen es Frauen oft schwerer haben, die gleichen Möglichkeiten und Chancen in Anspruch zu nehmen wie ihre männlichen Kollegen. Zusätzlich haben die jüngeren Generationen grundsätzlich andere Ansprüche an ihren Berufsalltag, ihre Karrieremöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In einer Studie soll die bestehende Andersbehandlung von Frauen im tierärztlichen Beruf untersucht und eruiert werden, inwieweit diese Andersbehandlung als Diskriminierung wahrgenommen wird. Ebenso soll geklärt werden, aus welchen Gründen Frauen in Führungspositionen im Bereich Veterinärmedizin immer noch unterrepräsentiert sind.

Ziel der Untersuchung ist es letztendlich, Anregungen für Arbeits- und Lohnmodelle zu geben, die es Frauen und Männern gleichermaßen ermöglichen, ihren tierärztlichen Beruf unter vergleichbaren Rahmenbedingungen ausüben zu können. Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und unterstützen Sie die Studie zur Identifizierung von zukunftsweisenden Arbeitsmodellen in der Tiermedizin unter survey.vetmed.fu-berlin.de/index.php/987182, nähere Informationen auch auf: https://www.facebook.com/VetmedGender/.

Tierärztin Anna-Lea Konrad;
Doktorandin am Institut für Veterinärepidemiologie und Biometrie,
Fachbereich Veterinärmedizin,
Freie Universität Berlin

 

Entnommen aus DTBL 4/2017