Futtermittelknappheit zwingt zur Bestandsminimierung

Wegen der anhaltenden Trockenheit und des damit verbundenen Futtermangels für Weidetiere werden frühzeitige Einstallungen und Bestandsreduzierungen zum Thema.

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Neben der aktuellen Witterung wurden dafür auch die Ernteverluste durch Frost und Starkregen im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Dadurch fehlten den Betrieben finanzielle Reserven, um Futter zuzukaufen, und in vielen Regionen wird die Futterversorgung kritisch. Denn einmal gemähtes Gras wuchs wegen der Dürre nicht für den sonst üblichen zweiten und dritten Schnitt nach, auch Mais verkümmerte. Der notwendige Zukauf von Futter gestaltet sich schwierig, denn Osteuropa fällt als Markt weitgehend weg, aus Vorsicht wegen der dort auftretenden Afrikanischen Schweinepest. Es bleibt oft nur, recht teures Soja einzukaufen. Milchbauern haben nach jüngsten Preiskrisen aber kaum Rücklagen. Immer mehr Tiere landen deswegen beim Schlachter. Deutschlands größter Rinderschlachtbetrieb Viron rechnet aufgrund des Überangebots mit fallenden Preisen für Verbraucher. Für die Betriebe hingegen wird die Situation zunehmend bedrohlich: Insbesondere für kleine Höfe geht es inzwischen um die Existenz.

 

Entnommen aus DTBl 9/2018