Erster Fall von HPAI H5N8 bei Wildvogel in Deutschland – FLI passt Risikoeinschätzung an

Aufgrund eines seit Jahresbeginn plötzlichen überregionalen Ausbruchsgeschehens von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAIV) des Subtyps H5N8 in Geflügelbetrieben in Osteuropa und eines Falls bei einem Wildvogel in Deutschland (Feststellung: 20.01.2020) wurde die Risikoeinschätzung vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) aktualisiert (www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00026833/
FLI-Risikoeinschaetzung-HPAI_H5_2020–02–05.pdf).

Eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand unwahrscheinlich.

In Brandenburg wurde bei einer verendeten Wildgans der Geflügel pest-Erreger H5N8 nachgewiesen. Der festgestellte Subtyp der Vogelgrippe breitet sich seit Jahresbeginn sehr schnell in Osteuropa aus und hat bereits in Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien zu mehreren Ausbrüchen in Geflügelhaltungen geführt.

Eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand unwahrscheinlich. Für die Übertragung anderer aviärer Influenzaviren von Vögeln auf den Menschen waren in der Vergangenheit fast ausschließlich direkte Kontakte mit infiziertem lebenden Geflügel verantwortlich.

 

Entnommen aus DTBl 3/2020