Behandlung der Urolithiasis bei Mensch und Tier von der Antike bis zur Gegenwart

Ein steiniger Weg

Dieser historische Streifzug durch die Steintherapie illustriert den Werdegang des urologischen Fachgebiets in der Human- und Veterinärmedizin.

Durchführung eines Steinschnitts mit Schnittführung auf die sondierte Harnröhre; in diesem Fall wird das Operationsfeld vor Schnittsetzung durch die Hände eines Gehilfen auf Spannung gehalten. Zwei weitere Gehilfen fixieren den Patienten. | © [7] History

Nach § 132 Strafgesetzbuch [1] steht auf unbefugtes Führen einer geschützten Berufsbezeichnung eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Geschützt sind unter 13 Berufsbezeichnungen auch die des Arztes und des Tierarztes. Ungeschützte Berufsbezeichnungen sind z. B. Mediziner, Hundetrainer, Tierfotograf oder Steinschneider. Diese Bezeichnungen können von jedermann geführt werden. Allerdings ist noch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [2] zu beachten, welches das Führen einer ungeschützten Berufsbezeichnung mit irreführender Wirkung verhindern soll. Als irreführend ist anzusehen, wenn der Anschein auf eine geprüfte Fachkenntnis erweckt wird. In der Humanmedizin werden Fachärzte für Urologie in der Kurzform als Urologen bezeichnet, von denen in Deutschland aktuell etwa 6 000 berufstätig sind [3]. Ihr Berufsfeld ist in einer Weiterbildungsordnung festgelegt. Dagegen kann sich jeder Tierarzt aufgrund einer standesrechtlich fehlenden Weiterbildungsregelung als Urologe bezeichnen und sich mit diesem Begriff individuell definieren. Ein historischer Rückblick soll den Werdegang dieses Fachgebietes speziesübergreifend illustrieren. Als Bezugsquelle dienten vorwiegend deutschsprachige Primär- und Sekundärliteratur für Mensch und Hund sowie eine aktuelle Dissertation über die Geschichte der Urolithiasis beim Pferd [4].

 

Entnommen aus DTBl 12/2019