Parasitäre Verbrauchergefährdung oder doch nicht?

DVG-Konsiliarlabor für Alaria alata

Am 01.07.2017 wurde das Institut für Lebensmittelhygiene der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig zum DVG-Konsiliarlabor für Alaria alata mit Schwerpunkt Lebensmittel ernannt, das hier kurz vorgestellt wird [1].

Bewegungsablauf von Alaria alata-Mesozerkarien. | © Riehn et al. (2010)

Der Dunckersche Muskelegel (DME, Alaria alata) taucht seit Jahren immer wieder als Nebenbefund bei der amtlichen Trichinellenuntersuchung von Schwarzwild auf. Bedingt durch den silvatischen, an Amphibien sowie Wasser-schnecken adaptierten Lebenszyklus, treten die Funde vorrangig in Gebieten auf, die eine große Anzahl an Binnengewässern aufweisen. Die im Muskel- und Fettgewebe von Zwischenwirten parasitierenden Mesozerkarien können von Zwischenwirt zu Zwischenwirt übertragen werden und sich auch in einigen Zwischenwirten, sogenannten Stapelwirten, akkumulieren. Ein klassisches Beispiel hierfür wäre das Wildschwein, was als Lebensmittel lieferndes Wildtier eine Sonderrolle einnimmt. Die Möglichkeit der Infektion des Menschen und eines Ausbrechens einer sogenannten Alariose besteht.

 

Entnommen aus DTBl 9/2019