Ein historischer Exkurs

Durchführung der Maul- und Klauenseucheimpfung

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) stellte Anfang des letzten Jahrhunderts eine ständige Bedrohung der Rinderbestände dar. Die Hoffnungen, nach der Entdeckung des Erregers durch Friedrich Loeffler und Paul Frosch, bald einen wirksamen Impfstoff oder eine Simultanimpfung entwickeln zu können, erfüllten sich vorerst nicht.

Abb. 1: „Impfung“ mit MKS-Serum. Postkarte zur 27. Wanderausstellung der DLG, 18.–23.06.1914 in Hannover. | © Klaus Cußler

Allerdings konnte durch die Verabreichung von Serum, das von rekonvaleszenten oder gezielt infizierten Rindern gewonnen wurde, eine zumindest vorübergehende Schutzwirkung erzielt werden. Dies machten sich die Behörden zunutze, um bei den Viehmärkten und Tierschauen, die einen häufigen Ausgangspunkt für die Verbreitung der Seuche darstellten, vorbeugend einzugreifen (Abb. 1).

 

Entnommen aus DTBl 10/2018