Auswertung einer Umfrage unter Pferdepraktikern

Die subjektiv empfundene Arzneimittelsituation in der Pferdemedizin

In der Tiermedizin ist seit einiger Zeit ein Mangel an Therapeutika zu verzeichnen. Gerade in der Pferdemedizin sind aber viele Arzneimittel ersatzlos verschwunden oder arzneimittelrechtliche Bestimmungen und fehlende Alternativen machen einen problemlosen Austausch dieser Medikamente nicht immer möglich. Mit einer Umfrage, deren Ergebnisse hier kurz zusammengefasst sind, wurde erörtert, ob es eine verringerte Arzneimittelverfügbarkeit in der Pferdepraxis gibt und welchen Einfluss das auf den Praxisalltag hat.

 

Abb. 1: Altersstruktur der Teilnehmenden der Onlineumfrage zur Arzneimittelsituation in der Pferdemedizin. | © Susanne Pichon

Inwieweit besteht wirklich eine schlechtere Arzneimittelversorgung in der Pferdepraxis? Werden aufgrund der Umstände Pferde schlechter therapiert? Wie fassen praktisch tätige Pferdetierärzte die Situation auf und fühlen sie sich durch Verbände und Interessensgemeinschaften gut vertreten? Für das Beantworten dieser Fragen und das Erfassen des Meinungsbilds der praktizierenden Tierärzte, die sich ausschließlich oder nebenbei der Behandlung von Pferden widmen, wurde via Newsletter der Gesellschaft für Pferdemedizin (GPM) und im Deutschen Tierärzteblatt um die Teilnahme an einer Onlinebefragung der GPM gebeten. Der Fragebogen zur Arzneimittelsituation wurde ausschließlich deskriptiv ausgewertet. Die Auswertung gibt die Arzneimittelsituation zum damaligen Zeitpunkt wieder.

 

Entnommen aus DTBl 6/2021