Einordnung der aktuellen Rechtslage

Die Entwicklung der tierärztlichen Haftung

Dieser Beitrag stellt die Entwicklung der Tierarzthaftung dar, wobei auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Arzthaftung und der Tierarzthaftung eingegangen wird. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die Ankaufsuntersuchung zu richten, bei der es sich um eine weitere Haftungsquelle des Tierarztes handeln kann.

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Die Tierarzthaftung hat sich im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt. Wurde anfangs eine gleiche Behandlung von Humanmedizinern mit Veterinärmedizinern aufgrund der unterschiedlich geschützten Rechtsgüter teilweise abgelehnt [1], ist die Rechtsprechung mittlerweile dazu übergegangen, die Beweisregeln und auch -erleichterungen bezüglich eines etwaigen Behandlungsfehlers in der Arzthaftung auf die Tierarzthaftung anzuwenden [u. a. 2]. Hiervon losgelöst wendet die Rechtsprechung die Regelung des § 630e (Aufklärungspflichten) BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) auf die Tierarzthaftung nicht an.

 

Entnommen aus DTBl 4/2020