Der Brexit und die Anerkennung der Berufsqualifikation

In einer Mitteilung zur Vorbereitung auf das Ende des Übergangszeitraums zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland hat die EU-Kommission u. a. Hinweise zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen gegeben.

Berlaymont-Gebäude. Sitz der EU-Kommission in Brüssel | © Masterdeis CC by SA 4.0

Diese betreffen auch die veterinärmedizinische Approbation. Während des Übergangszeitraums, der bis zum 31.12.2020 läuft, gilt weiterhin die Niederlassungsfreiheit. Doch vom 01.01.2021 an wird das Vereinigte Königreich nicht mehr den Unionsvorschriften über die Anerkennung von Berufsqualifikationen unterliegen. Von da an müssen Berufsqualifikationen, die in den EU-Mitgliedstaaten erworben wurden, durch das Vereinigte Königreich nach deren Recht anerkannt werden. EU-Bürger, die ihre Qualifikation im Vereinigten Königreich erworben haben, müssen diese in den betreffenden Mitgliedstaaten auf Grundlage der dort geltenden Vorschriften für Drittstaatsangehörige bzw. in Drittstaaten erworbene Qualifikationen anerkennen lassen. Dasselbe gilt für Staatangehörige des Vereinigten Königreichs, unabhängig davon, wo sie ihre Qualifikation erworben haben.

Die Kommission rät daher betroffenen Personen, die ihre Qualifikation im Vereinigten Königreich erworben haben, die Anerkennung in der EU vor dem 01.01.2021 zu beantragen.

 

Entnommen aus DTBl 10/2020