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Bundesregierung initiiert neues One-Health-Forschungs-, Ausbildungs- und Beratungszentrum in Afrika

Bereits im November 2019 vereinbarten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Internationale Nutztierforschungsinstitut (ILRI) die Errichtung eines „One-Health-Forschungs-, Ausbildungs- und Beratungszentrums für Afrika“ 
(One Health Research, Education and Outreach Centre for Africa, OHRECA) am ILRI in Nairobi, Kenia.

Arbeitende Wissenschaftler in einem Labor des International Livestock Research Instituts in Nairobi, Kenia. | © Kate Holt/AusAID, CC BY SA 2.0

Das neue Forschungszentrum in und für Afrika soll durch den transdisziplinären und ganzheitlichen One-Health-Ansatz einen Beitrag zur Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt leisten. Durch angewandte Forschung sollen Datenlücken geschlossen und lokales Fachpersonal ausgebildet werden; wissenschaftliche Erkenntnisse werden für fachfremde Experten, besonders politische Entscheidungsträger, aufgearbeitet, um einen Wandel im Gesundheitswesen voranzutreiben.

OHRECA wird mit anderen regionalen One-Health-Initiativen zusammenarbeiten, um besonders Neuerkrankungen durch zoonotische Infektionen zu reduzieren. Dazu gehören auch lebensmittelassoziierte Krankheiten. Aber auch die Entwicklung resistenter Keime, die sowohl im Menschen als auch in Tieren vorkommen können, stehen im Mittelpunkt der Initiative.

OHRECA wird auf dem Sachverstand und der Infrastruktur des Exzellenzzentrums ILRI aufgebaut. Dazu gehört das Mazingira Centre, das die Auswirkungen der tropischen Nutztierhaltung auf die Umwelt untersucht, der neue CGIAR Antimicrobial Resistance Hub, eine internationale Arbeitsgruppe zur antimikrobiellen Resistenzforschung im Agrarsektor und der Biosciences for eastern and central Africa Hub (The BecA-ILRI Hub), ein biowissenschaftliches Trainingszentrum, das mit modernster Technik und Trainingspersonal aufwarten kann.

BMZ und ILRI erhoffen sich von OHRECA eine Vernetzung von Afrikas One-Health-Fachkräften mit Wissenschaftlern, Politikern und der Bevölkerung, um die Gesundheit an der Schnittstelle von Tier, Mensch und Umwelt zu verbessern.

 

Entnommen aus DTBl 1/2020