BTK fordert Optimierung der Kontrollen auf Schlachthöfen

Die Vorfälle von Tierschutzskandalen auf Schlachthöfen verdeutlichen die Notwendigkeit einer umfassenden Diskussion über die Zukunft der amtlichen Fleischhygieneüberwachung. Die BTK hat bereits wiederholt auf Missstände hingewiesen und Vorschläge zur Verbesserung vorgelegt.

BTK: „Kurzfristig Maßnahmen ergreifen“

Da die Tierschutzverstöße aber nicht abreißen, müsse man kurzfristig Maßnahmen ergreifen, um die Schlachttier- und Fleischuntersuchung einschließlich der Tierschutzüberwachung in Schlachtbetrieben weiter zu verbessern.

Es sei dringend erforderlich, dass sich Bund und Länder endlich gemeinsam des umfassenden Themas der amtlichen Fleischhygieneüberwachung annehmen. Alle an einer Schlachtstätte tätigen Tierärzt:innen sind verpflichtet, Missstände, die zu vermeidbaren Schmerzen oder Leiden bei Tieren führen können, abzustellen und an die für den Vollzug zuständige Behörde zu melden, damit unverzüglich rechtliche Maßnahmen eingeleitet und vollzogen werden. Um die amtlichen Tierärzt:innen bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen und die Einhaltung ihrer Verpflichtungen zu ermöglichen, müssen zeitnah Maßnahmen ergriffen werden.

Dazu gehören die Einführung der Videoüberwachung, Zulassungsverfahren für Betäubungsgeräte, eine Stärkung der Fachaufsicht auf allen Ebenen und die Qualifizierung und Unterstützung der amtlichen Tierärzt:innen durch die zuständige Behörde.

Weitere Informationen sind in der aktuellen BTK-Stellungnahme „Amtliche Schlachttier-und Fleischuntersuchung: Umfassende Neuorientierung und Optimierung der Kontrollen sind dringend erforderlich!“ festgehalten (www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/stellungnahmen/2021/05/Stellungnahme_amtliche_SFU.pdf).

 

Entnommen aus DTBl 6/2021