Tierärzte als Lotsen für mehr Hygiene

Biosicherheit in Rinder haltenden Betrieben

Die Abgrenzung tierhaltender Betriebe vor gefährlichen Erregereinschleppungen und -ausbreitungen – die Biosicherheit – ist eine der wichtigsten präventiven Hygienemaßnahmen. In Zeiten nach der bundesweiten Sanierung von Tierseuchenerregern, wie BHV1, sichert sie grundlegend die Tierseuchenfreiheit ab. Doch auch die Verbreitung von Nichttierseuchenerregern wird durch adäquat umgesetzte und gelebte Biosicherheitsmaßnahmen verringert. Dies kann in der Folge – neben der Aufrechterhaltung der Tierseuchenfreiheit – zu geringeren Infektionsraten anfälliger Tiere führen.

Die Visualisierung einer mangelhaften Reinigung der Stiefel ist durch einfachste Technik darstellbar (Aufnahme aus einem schweinehaltenden Betrieb). | © Marc Boelhauve

Aktuelle Herausforderungen in der Biosicherheit

Verschleppungen von Erregern erfolgen oft unbewusst durch nicht angepasstes Verhalten. Die Verschleppung wird teils billigend in Kauf genommen, da das Risiko der Keimverschleppung durch die eigene Person als gering eingeschätzt wird, was Untersuchungen zum eigenen Keimübertragungspotenzial durch Milchviehhalter in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zeigten.

Entnommen aus DTBl 11/2017