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BfT unterstreicht Notwendigkeit hoher Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zum Schutz vor ASP

Auch die Tiergesundheitsindustrie blickt mit Sorge auf das große Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland. Im Fall eines ASP-Nachweises in Deutschland wären die ökonomischen Folgen für die Fleischbranche und deren vor- und nachgelagerte Partner sehr ernst.

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Der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT) unterstützt den aktuellen strategischen Ansatz der Tierseuchenbekämpfung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, durch verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen die Möglichkeit zu schaffen, im Fall der Einschleppung zwischen Wild- und Haustierschweinebestand zu unterscheiden. Eine Prävention durch Impfung ist im Fall der ASP nicht möglich.

Die Tiergesundheitsindustrie forscht seit Jahren auch in Deutschland an einer Lösung zum Schutz der Hausschweinbestände vor einer Infektion mit dem ASP-Virus, um so zur Kontrolle der ASP beizutragen. Durch eine Differenzierung zwischen infizierten und geimpften Tieren nach dem DIVA-Prinzip könnten auch Fragen des Handels sinnvoll adressiert werden. Trotz hoher staatlicher wie privater Forschungsintensität ist es aufgrund der Viruseigenschaften bisher nicht gelungen, einen ausreichend wirksamen Impfstoff für den Einsatz im Feld zu entwickeln. Das ASP-Virus ist außerordentlich komplex. Viele Komponenten sind noch nicht ausreichend erforscht. Die Bedeutung der humoralen und zellulären Immunmechanismen für eine zufriedenstellende protektive Wirkung ist noch nicht umfassend verstanden. Außerdem kann das Virus durch diverse immunmodulatorisch wirksame Komponenten der Immunantwort der Tiere effektiv entgehen. Impfstoffe mit inaktiviertem Erreger, wie sie z. B. von der Industrie als schnelle Maßnahme bei dem Schmallenberg- oder Blauzungengeschehen vor einigen Jahren erfolgreich eingebracht werden konnten, bieten keinen ausreichend belastbaren Schutz. Lebend attenuierte Ansätze zeigen zum Teil vielversprechende Wirksamkeit im Belastungsversuch, sind aber bislang nicht ausreichend sicher für das Zieltier. Dies erschwert es auch, die Bekämpfung durch Köderimpfung der Wildschweinepopulation zu unterstützen.

 

Entnommen aus DTBl 04/2018