Merkblatt zum Erkennen von tierschutzrelevanten Merkmalen

Beurteilung von brachyzephalen Hunderassen hinsichtlich Qualzuchtmerkmalen am Beispiel des Mopses

Hunde (Canis lupus familiaris) werden seit über 17 000 Jahren domestiziert. Über die Zeit wurde dabei auf spezifische Fähigkeiten, z. B. Jagdverhalten, aber auch auf spezielle Merkmale selektiert. Inzwischen spielt bei vielen Rassen das Aussehen der Tiere die Hauptrolle. Als Folge haben sich viele Rassestandards im letzten Jahrhundert immer weiter in Richtung Extremformen entwickelt – kleine Hunde wurden noch kleiner, große noch größer, der Fang noch spitzer oder flacher, das Fell noch dichter und länger oder gänzlich weggezüchtet. Dies ist bei vielen Rassen mit dem Auftreten von Schmerzen und Leiden ver‧bunden.

Aufgrund des rassespezifischen Körperbaus und des brachyzephalen Kopfs haben Hunde der Rasse Mops diverse Gesundheitsprobleme. | © Deutscher Tierschutzbund e. V.

Der Mops war vor ca. 100 Jahren noch ein agiler, bewegungsfreudiger Hund mit runder Schädelform, aber klar erkennbarer Schnauze. Im Laufe der Jahre erfuhr die Rasse züchterisch weitreichende Veränderungen. Der Schädel wurde zunehmend runder und gedrungener gezüchtet, der Gesichtsschädel mehr und mehr verkürzt. Grund für diese Entwicklung ist das subjektive Empfinden vieler Menschen, die einen runden Kopf mit großen Augen aufgrund des Kindchenschemas als ansprechend und niedlich empfinden.

Das folgende Merkblatt soll es dem Anwender erleichtern, tierschutzrelevante Merkmale zu erkennen und eine fundierte Entscheidung darüber zu treffen, ob das Tier zur Zucht geeignet ist oder bei den Nachkommen mit dem Auftreten von Schmerzen, Leiden oder Schäden gerechnet werden muss.Der Mops war vor ca. 100 Jahren noch ein agiler, bewegungsfreudiger Hund mit runder Schädelform, aber klar erkennbarer Schnauze. Im Laufe der Jahre erfuhr die Rasse züchterisch weitreichende Veränderungen. Der Schädel wurde zunehmend runder und gedrungener gezüchtet, der Gesichtsschädel mehr und mehr verkürzt. Grund für diese Entwicklung ist das subjektive Empfinden vieler Menschen, die einen runden Kopf mit großen Augen aufgrund des Kindchenschemas als ansprechend und niedlich empfinden.

Das folgende Merkblatt soll es dem Anwender erleichtern, tierschutzrelevante Merkmale zu erkennen und eine fundierte Entscheidung darüber zu treffen, ob das Tier zur Zucht geeignet ist oder bei den Nachkommen mit dem Auftreten von Schmerzen, Leiden oder Schäden gerechnet werden muss.

 

Entnommen aus DTBl. 7/2017