Europarechtliche Regelungslücke

Behandlung von Fohlen ohne Equidenpass

Aufgrund einer Regelungslücke sind die Behandlungsmöglichkeiten von Fohlen, für die noch kein Equidenpass ausgestellt wurde, eingeschränkt, da sie zu dem Zeitpunkt noch als zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt eingestuft werden.

Neue Möglichkeit der Meldung in NRW

 Damit können die in der sog. „Positivliste“ aufgeführten Wirkstoffe bzw. Wirkstoffe, die zum Ausschluss aus der Lebensmittelkette führen, bei diesen Tieren nicht eingesetzt werden.

Damit diese Fohlen trotz der europarechtlichen Regelungslücke adäquat behandelt werden können, hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der HIT-Datenbank eine neue Erfassungsmaske in der HIT-Equidendatenbank entwickelt. Dabei machen Tierärzte im Rahmen der Behandlung unter Angabe der Transpondernummer oder mit automatisierter Transponderzuteilung eine entsprechende Meldung in der HIT-Equidendatenbank.

Die Freischaltung der neuen Erfassungsmaske in der HIT-Equidendatenbank ist für den 19.12.2017 geplant. Ergänzende, ggf. abweichende Verfahrensregelungen der Bundesländer sind bei den dort jeweils zuständigen Behörden zu erfragen.

In der Januarausgabe des Deutschen Tierärzteblatts wird das Verfahren näher erläutert.

 

Entnommen aus DTBl. 12/2017