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Austausch über ASP-Seuchenbekämpfung

Unter Leitung der Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Beate Kasch, hat der Zentrale Krisenstab Tierseuchen getagt. Gemeinsam mit den zuständigen Staatssekretären der Länder tauschte sie sich zur aktuellen Lage der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland aus. Das Ziel sei, die gemeinsamen Anstrengungen bei der Seuchenbekämpfung weiter eng zu koordinieren und gleichzeitig tragfähige Lösungen für den Handel mit Drittstaaten zu finden.

Nach den amtlichen Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurden bis zum 18.06.2021 insgesamt 1 325 Funde beim Schwarzwild bestätigt, die sich auf Sachsen und Brandenburg verteilten. Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg drängt auf eine Ausweitung der Hilfen für ASP-geschädigte Agrarbetriebe. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sieht sich indes bestätigt, was den Nutzen des deutsch-polnischen Wildzauns zur Abwehr von möglicherweise infizierten Wildschweinen angeht. Der Zaun sei ein wichtiger Baustein neben vielen anderen seuchenhygienischen Maßnahmen, die dafür gesorgt hätten, dass die Seuche im Nordosten noch nicht ausgebrochen sei. Die Gesamtzahl der Seuchenfälle beim Schwarzwild in Polen kletterte seit Jahresanfang auf rund 1 550 registrierte Funde. Damit kommt die ASP-Situation 2021 zwar nicht an das Seuchengeschehen des Vorjahres heran, als zur Jahresmitte schon deutlich mehr als 2 500 Fälle registriert worden waren. Sorgen bereiten Fachleuten und Schweinehalter:innen allerdings die vergleichsweise großen territorialen Sprünge, die das Virus in diesem Jahr macht.

Auch die Philippinen sind von der ASP betroffen. Dort wurde nun der landesweite „Katastrophenzustand“ ausgerufen. Wie das Landwirtschaftsministerium in Manila mitteilte, werden damit die lokalen Verwaltungseinheiten und Regierungsstellen verpflichtet, bei der Bekämpfung der Tierseuche eng zusammenzuarbeiten. Zudem würden finanzielle Mittel aus den regionalen Katastrophenfonds zur Finanzierung von Biosicherheitsmaßnahmen und für den Wiederaufbau der Schweineproduktion frei.

 

Entnommen aus DTBl 7/2021