Letzte Meldung

Auftreten einer tödlichen Krankheit unklarer Ursache bei Hunden in Norwegen

Mitte September wurde bekannt, dass es in Norwegen zu vermehrten Todesfällen bei Hunden mit akuter hämorrhagischer Gastroenteritis kam.

Eurasier | © CC BY-SA 4.0

Die Meldung führte bei Hundebesitzern mit dem Urlaubsziel Norwegen zu erheblicher Verunsicherung. Die Ursache für diese tödliche Erkrankung blieb zunächst unklar, inzwischen lassen pathologische Untersuchungen vieler verendeter Hunde darauf schließen, dass die Bakterien Providencia alcalifaciens und Clostridium perfringens an dem Krankheitsgeschehen beteiligt sein könnten.

Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe liefen in Norwegen noch Umfragen bei Tierärzten sowie virologische Tests. Zur Krankheitsursache gab es noch keine abschließenden Erkenntnisse, ausgeschlossen wurden jedoch Vergiftungen, Tularämie, Salmonellose, Parvovirose sowie Infektionen mit Campylobacter, Giardia oder Cryptosporidien. Da in Mehrhundehaushalten häufig nur ein Tier betroffen war, wird vermutet, dass ein möglicherweise ursächlicher Erreger zwischen Hunden nicht leicht übertragbar ist. Berichte über das vermehrte Auftreten ähnlicher Fälle in Dänemark oder anderen Nachbarländern waren nicht bekannt. Eine offizielle Reisewarnung gab es nicht.

Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das Norwegische Veterinär Institut erteilen Hundebesitzern die folgenden Ratschläge:

  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit anderen Hunden.
  • Lassen Sie Ihren Hund nicht andere Hunde begrüßen.
  • Vermeiden Sie, dass Ihr Hund in Bereichen schnüffelt, in denen sich zuvor andere Hunde aufgehalten haben.
  • Wenn Sie blutigen oder wässrigen Durchfall, Erbrechen und eine rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands Ihres Hundes bemerken, suchen Sie sofort eine Tierklinik auf.
  • Rufen Sie Ihren Tierarzt an, bevor Sie Ihren Hund in die Klinik bringen.
  • Befolgen Sie die Impfempfehlungen

Die zuständige Behörde in Norwegen veröffentlicht Informationen zum aktuellen Stand der Untersuchungen in englischer Sprache unter: www.vetinst.no/en/news.

Entnommen aus DTBl 10/2019