Letzte Meldungen

ASP-Risikoampel ist online

Mit einer von der Universität Vechta, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und weiteren Organisationen aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelten Risikoampel für die Afrikanische Schweinepest (ASP) haben Landwirte ab sofort die kostenfreie Möglichkeit, die individuelle betriebliche Biosicherheit zum Schutz vor der ASP freiwillig und anonym bewerten zu lassen (www.risikoampel.uni-vechta.de).

Makrophagenzelle in frühen Stadien der Infektion mit dem ASP-Virus, etwa 1.000-fach vergrößert (veröffentlicht vom Agricultural Research Service des USDA) | Gemeinfrei

Die Risikoampel beinhaltet 111 Fragen, die den Bereichen Sicherung des Betriebs, Sicherung des Stalls und Arbeitsabläufe zugeordnet sind. Die Landwirte beantworten die Fragen über ein Multiple-Choice-System, wobei das Onlinetool in einem zweistufigen Verfahren automatisch bewertet, wie stark jeder Aspekt das Risiko eines ASP-Eintrags verringert oder erhöht. Das Ergebnis nach Ampelfarben visualisiert und gibt Auskunft über die erreichte Risikoklasse. So sollen Landwirte gemeinsam mit dem Tierarzt oder Berater jetzt in der Lage versetzt werden, präventiv notwendige Verbesserungen vorzunehmen.

ASP-Ausbreitung bleibt problematisch

Die chinesische Regierung hat unabhängig von zahlreichen Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung der ASP ungewohnt offen Unzulänglichkeiten bei der Bekämpfung eingeräumt: So würden trotz Verbot noch zu viele Küchenabfälle verfüttert, die Kontrollen der Schweinehaltung und des Tiertransports seien nicht streng genug und es gebe nicht ausreichend Kapazitäten für die Untersuchung auf das ASP-Virus beim Schlachten und in der Fleischverarbeitung.

Von der Ausbreitung der ASP sind in Asien immer mehr Länder betroffen. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilte, ist ASP nun erstmals auch in Laos ausgebrochen. Betroffen sind sieben Ortschaften in der Provinz Saravane, etwa 65 km vom nächsten Ausbruchsort in Vietnam entfernt.

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen von Wildschweinen mit der ASP in Polen zuletzt wieder gesunken ist, wächst dort die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Seuche. Als problematisch wird das Verbreitungsgebiet der Fälle angesehen, da zwei Funde in bisher ASP-freien Landkreisen verzeichnet wurden.

 

Entnommen aus DTBl 8/2019