Insekten als Futtermittel noch zu teuer

Arzneimittel, Futtermittel

Die Fütterung von Nutztieren mit Insekten, die mit anderen Insekten gefüttert wurden, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Diskussionsrunde der Jugendorganisation der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft

Darüber waren sich die Referenten der Diskussionsrunde zum Thema „Hui oder pfui – Insekten als alternatives Futter- und Lebensmittel?“ einig, die vom Team Weihenstephan der Jugendorganisation der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (Junge DLG) veranstaltet wurde. Vielmehr müsse hier mit „wiederkauenden“ Insekten gearbeitet werden, die Gras als Futtergrundlage nutzten,das allerdings im Winter im Gewächshaus erzeugt werden müsse und die Grasfütterung deshalb recht kostspielig sei. Dies sei einer der Gründe, warum die Erzeugung von Insekten für Futterzwecke derzeit die Kosten nicht decken könne. Außerdem stellten Insekten auch Ansprüche an die Futterqualität. So habe eine Studie zur „Mehlkäfermast“ ergeben, dass die Tiere eine niedrige Futterqualität durch eine erhöhte Futteraufnahme kompensieren. Deshalb müsse das Futter für die Insekten gegebenenfalls ergänzt werden.

 

Entnommen aus Deutsches Tierärzteblatt 1/2017